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Autonomes Fahren: Apple ändert wieder seine Pläne

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Es ist schon eine Weile her, dass Anleger zuletzt News von Apples (WKN:865985) Projekt Titan bekommen haben, jenem Projekt, das sich autonomem Fahren widmet. Seit Beginn des Projekts hat Apple zahlreiche Male die Strategie und die Pläne geändert, unter anderem vor etwa anderthalb Jahren, als man beschloss, dass die Herstellung eines Autos eine Aufgabe wäre, die zu groß und zu kompliziert wäre. Die Fertigung selber nimmt den Großteil der Arbeit für jeden Autohersteller ein, und Apple hat die Produktion seiner eigenen Geräte längst ausgelagert. CEO Tim Cook hat inzwischen erkannt, dass sich das Unternehmen „auf autonome Systeme konzentriert“ und modulare Systeme entwickelt, die sich auf das Dach eines Fahrzeugs passen lassen.

Nun soll der Mac-Hersteller einen neuen Partner für eine neue Idee gefunden haben.

Ein selbstfahrendes Shuttle für Mitarbeiter

Die New York Times berichtet, dass Apple eine neue Partnerschaft mit Volkswagen (WKN:766403) eingegangen ist, nachdem die Verhandlungen mit Luxus-Automobilherstellern wie BMW und Daimlers Mercedes-Benz gescheitert sind. Apple war nicht in der Lage, Meinungsverschiedenheiten auszuräumen, wer der Eigentümer ist und die effektive Kontrolle über die Benutzererfahrung und -beziehung haben wird, was auch die daraus resultierenden Benutzerdaten einschließt, die generiert werden.

Apple will nun ein selbstfahrendes Shuttle entwickeln, das für den Transport von Mitarbeitern eingesetzt werden kann. Dieses soll auf dem T6 Transportern von VW aufbauen, der allerdings nicht in den USA verkauft wird. Apple verwendet vom T6 Transporter dann Rahmen, Räder und Chassis, aber Apple passt andere Teile der Elektrofahrzeuge an, wie z.B. den Innenraum und die Batterie. Apple muss die autonome Fahrsoftware erst einmal richtig hinbekommen, bevor sie in diesen Fahrzeugen eingesetzt werden kann.

Der Bericht enthält einige neue Details darüber, wie sich das Projekt Titan im Laufe der Jahre entwickelt hat, außerdem Infos über das strategische Denken von Apple. Es spiegelt wider, wie Apple anfangs selber fertigen wollte, bevor man erkannte, wie herausfordernd die Automobilproduktion sein kann. Man wollte dann die etablierten Automobilhersteller ins Boot holen, für ein Fahrzeug, das von Apple entworfen wurde .Dann dachte man daran, ein Auto auf einem Chassis eines Drittanbieters entwickeln zu können. Seit neuestem ist Apple daran interessiert, eigene Sensoren in bestehenden Fahrzeuge nachzurüsten, was die oben genannten modularen Systeme erklären würde.

Apple hatte sogar einige Prototypen von Fahrkabinen entwickelt, in denen sich die Passagiere dann gegenüber standen – eine Idee, die auch andere Autohersteller für autonome Fahrkonzepte erforscht haben.

Im Leerlauf voran

Die neue Partnerschaft klingt ähnlich wie eine, die die Alphabets (WKN:A14Y6F) Tochter Waymo vor einiger Zeit mit Fiat Chrysler eingegangen ist. Die wurde jüngst verlängert, wobei Waymo zugestimmt hat, „Tausende“ weitere Pacifica Hybrid-Minivans abzunehmen. Eine der praktischsten Anwendungen für autonome Autos wird der Pendel- und Berufsverkehr für größere Gruppen sein, weshalb sich einige Unternehmen auf Minivan-Formen konzentrieren.

So turbulent die Ambitionen von Apple auch waren (und sind), das Unternehmen gibt noch nicht ganz auf. Schließlich hält Cook das autonome Fahren für eine „Kerntechnologie“, die er als „sehr wichtig“ erachtet. Und das Unternehmen verfügt über die Ressourcen, um diese Technologien auch ohne eine klare Marktstrategie weiterzuentwickeln.

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The Motley Fool besitzt Aktien von Alphabet und Apple. Dieser Artikel von Evan Niu erschien am 24.5.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.