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Kategorie: Marketing Vertrieb Zusammenarbeit

Veröffentlicht am 14. Juli 202614. Juli 2026

Von der Leadliste zur Kundenbeziehung: Wie ABM den B2B-Sales-Zyklus um bis zu 30 % verkürzt

Warum erfolgreiche DACH-KMU auf Qualität statt Quantität setzen – und wie Account-Based Marketing den Vertrieb planbarer, effizienter und profitabler macht.


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Mehr Leads sind nicht das eigentliche Problem

Viele mittelständische Unternehmen verfolgen noch immer dieselbe Strategie: möglichst viele Leads generieren und darauf hoffen, dass genügend davon zu Kunden werden.

In der Praxis erlebe ich jedoch seit vielen Jahren ein anderes Bild. Die CRM-Systeme sind häufig gut gefüllt, Marketingkampagnen erzeugen kontinuierlich neue Kontakte und die Vertriebspipeline sieht auf den ersten Blick ordentlich aus. Trotzdem bleiben die gewünschten Abschlüsse aus. Vertriebsmitarbeiter investieren unzählige Stunden in Gespräche mit Unternehmen, die weder kurzfristig investieren wollen noch wirklich zur Zielgruppe passen.

Die Folge kennen viele Geschäftsführer nur zu gut:

  • lange Verkaufszyklen
  • sinkende Abschlussquoten
  • steigende Vertriebskosten
  • Frustration zwischen Marketing und Vertrieb

Das eigentliche Problem ist deshalb selten ein Mangel an Leads. Das Problem ist fehlende Relevanz.

Genau hier verändert Account-Based Marketing (ABM) die Spielregeln.

Anstatt Tausende Unternehmen gleichzeitig anzusprechen, konzentriert sich ABM ausschließlich auf diejenigen Firmen, die den größten strategischen Wert besitzen. Marketing und Vertrieb arbeiten dabei erstmals wirklich gemeinsam auf ein gemeinsames Ziel hin: die richtigen Unternehmen zu gewinnen, Beziehungen systematisch aufzubauen und Kaufentscheidungen deutlich zu beschleunigen.

Aus meiner Erfahrung gehört genau dieser Perspektivwechsel zu den größten Hebeln im modernen B2B-Marketing.


Warum klassische Leadgenerierung immer schlechter funktioniert

Noch vor einigen Jahren war Leadgenerierung vergleichsweise einfach.

Ein Whitepaper.
Ein Webinar.
Eine Landingpage.
Ein wenig Google Ads.
Ein Newsletter.

Schon füllte sich die Datenbank.

Heute sieht die Realität völlig anders aus.

Entscheider werden täglich mit Informationen überflutet. Gleichzeitig recherchieren Einkaufsteams wesentlich länger eigenständig, bevor überhaupt ein Vertriebsgespräch stattfindet.

Im DACH-Markt beobachten wir zusätzlich einige Besonderheiten:

  • längere Entscheidungsprozesse
  • mehrere Stakeholder
  • höhere Investitionsrisiken
  • größere Anforderungen an Vertrauen
  • steigender Wettbewerbsdruck

Wer heute lediglich Kontakte sammelt, gewinnt deshalb noch lange keine Kunden.

Die entscheidende Frage lautet vielmehr:

„Welche Unternehmen besitzen tatsächlich das größte Potenzial?“

Genau diese Denkweise bildet das Fundament moderner Account-Based Marketing Strategien.


Was bedeutet Account-Based Marketing eigentlich?

Im Kern verfolgt ABM einen erstaunlich einfachen Ansatz.

Nicht der einzelne Lead steht im Mittelpunkt.

Sondern das gesamte Unternehmen.

Marketing richtet sämtliche Maßnahmen gezielt auf ausgewählte Wunschkunden aus.

Das bedeutet beispielsweise:

  • individuelle Inhalte
  • personalisierte Kampagnen
  • branchenspezifische Landingpages
  • maßgeschneiderte E-Mails
  • gezielte LinkedIn-Ansprache
  • abgestimmte Vertriebsaktivitäten

Statt eine breite Masse anzusprechen, entsteht ein hochrelevantes Kauferlebnis für genau die Unternehmen, die später tatsächlich Kunden werden sollen.

Ich vergleiche diesen Ansatz gerne mit einem Maßanzug.

Klassisches Marketing verteilt Einheitsgrößen.

ABM liefert maßgeschneiderte Lösungen.

Gerade im komplexen B2B-Vertrieb macht dieser Unterschied oft den entscheidenden Wettbewerbsvorteil aus.


Warum ABM den Sales-Zyklus erheblich verkürzt

Viele Unternehmen unterschätzen, wie viel Zeit im klassischen Vertrieb verloren geht.

Vertrieb recherchiert.

Marketing produziert Inhalte.

Der Kunde sucht Informationen.

Alle arbeiten nebeneinander.

Statt miteinander.

ABM verändert genau diese Dynamik.

Von Beginn an stimmen Marketing und Vertrieb sämtliche Aktivitäten aufeinander ab.

Dadurch entstehen deutlich kürzere Entscheidungswege.

Die Gründe dafür sind nachvollziehbar.

1. Die richtigen Ansprechpartner werden früher identifiziert

In klassischen Leadprozessen landet häufig zunächst irgendein Ansprechpartner im CRM.

Nicht selten handelt es sich um einen Mitarbeiter ohne Budgetverantwortung.

ABM analysiert dagegen bereits im Vorfeld:

  • Geschäftsführer
  • Bereichsleiter
  • Einkaufsleiter
  • IT-Entscheider
  • Fachabteilungen
  • Influencer innerhalb des Buying Centers

Dadurch wird wesentlich früher mit den tatsächlichen Entscheidern kommuniziert.

Das spart Wochen oder sogar Monate.


2. Inhalte passen exakt zur jeweiligen Kaufphase

Ein häufiger Fehler vieler Unternehmen:

Jeder Interessent erhält dieselben Informationen.

Unabhängig davon, ob er sich gerade erst informiert oder bereits konkrete Angebote vergleicht.

ABM verfolgt einen anderen Ansatz.

In jeder Phase werden genau die Inhalte bereitgestellt, die aktuell benötigt werden.

Zum Beispiel:

Awareness

  • Marktanalysen
  • Studien
  • Trends
  • Herausforderungen

Consideration

  • Praxisbeispiele
  • Case Studies
  • ROI-Rechner
  • Vergleichstabellen

Decision

  • individuelle Workshops
  • Referenzen
  • persönliche Demos
  • Business Cases

Dadurch verkürzt sich der Informationsprozess erheblich.


Der größte Irrtum im Mittelstand

In vielen Gesprächen höre ich immer wieder denselben Satz:

„ABM ist doch nur etwas für Großunternehmen.“

Meine Erfahrung zeigt das Gegenteil.

Gerade mittelständische Unternehmen profitieren besonders stark.

Warum?

Weil ihre Zielmärkte häufig sehr klar definiert sind.

Nehmen wir ein Maschinenbauunternehmen.

Es gibt vielleicht nur 300 relevante Unternehmen im gesamten DACH-Raum.

Warum also Marketing für 20.000 Firmen machen?

Warum tausende irrelevante Leads generieren?

Warum enorme Werbebudgets streuen?

Die deutlich sinnvollere Strategie lautet:

Diese 300 Unternehmen vollständig verstehen.

Ihre Herausforderungen analysieren.

Die Ansprechpartner identifizieren.

Den passenden Content entwickeln.

Schrittweise Vertrauen aufbauen.

Genau das leistet B2B Kunden gewinnen mit Account-Based Marketing.


Marketing und Vertrieb arbeiten endlich gemeinsam

Einer der größten Vorteile von ABM liegt nicht in der Technologie.

Sondern in der Zusammenarbeit.

Marketing und Vertrieb verfolgen plötzlich dieselben Ziele.

Das verändert die gesamte Unternehmenskultur.

Ich habe Projekte erlebt, in denen Marketing monatlich hunderte Leads lieferte.

Der Vertrieb ignorierte jedoch einen Großteil davon.

Nicht aus Desinteresse.

Sondern weil die Qualität schlicht nicht passte.

Das Ergebnis:

Marketing war frustriert.

Vertrieb ebenfalls.

Mit ABM verändert sich diese Diskussion grundlegend.

Beide Teams definieren gemeinsam:

  • Wunschkunden
  • Prioritäten
  • Zielbranchen
  • Unternehmensgrößen
  • Kaufpotenziale
  • Ansprechpartner
  • gemeinsame KPIs

Dadurch entstehen keine isolierten Marketingkampagnen mehr.

Es entsteht eine gemeinsame Wachstumsstrategie.

Genau deshalb gehören Marketing Vertrieb Zusammenarbeit und ABM heute untrennbar zusammen.


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Personalisierung wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil

Moderne Entscheider erwarten heute relevante Kommunikation.

Niemand möchte generische Newsletter lesen.

Niemand interessiert sich für austauschbare Werbebotschaften.

Entscheidend ist die persönliche Relevanz.

Ein gutes ABM-System erkennt beispielsweise:

  • Branche
  • Unternehmensgröße
  • Digitalisierung
  • aktuelle Herausforderungen
  • Wettbewerbsumfeld
  • Investitionsschwerpunkte

Auf dieser Grundlage entstehen hochpersonalisierte Inhalte.

Beispielsweise:

  • individuelle Whitepaper
  • branchenspezifische Landingpages
  • personalisierte Videos
  • Executive Briefings
  • ROI-Berechnungen
  • Success Stories derselben Branche

Diese Form der Individualisierung erhöht nicht nur die Aufmerksamkeit.

Sie schafft Vertrauen.

Und Vertrauen verkürzt Kaufentscheidungen erheblich.

Deshalb investieren immer mehr Unternehmen gezielt in Personalisierte B2B Kommunikation, um aus anonymen Leads echte Kundenbeziehungen zu entwickeln.


Daten statt Bauchgefühl

Ein weiterer Erfolgsfaktor von ABM liegt in der konsequenten Datennutzung.

Viele Marketingentscheidungen werden noch immer aus dem Bauch heraus getroffen.

Welche Kampagne funktioniert?

Welche Inhalte überzeugen?

Welche Accounts zeigen echtes Kaufinteresse?

ABM beantwortet diese Fragen datenbasiert.

Dabei fließen unter anderem ein:

  • Website-Interaktionen
  • Content-Downloads
  • LinkedIn-Aktivitäten
  • Webinar-Teilnahmen
  • CRM-Daten
  • Sales-Gespräche
  • Intent Signals

So entsteht ein deutlich präziseres Bild darüber, welche Unternehmen aktuell kaufbereit sind und wo sich Marketing- und Vertriebsressourcen am wirkungsvollsten einsetzen lassen. Genau an diesem Punkt entfaltet Datengetriebenes Lead Management seine größte Stärke: Es ersetzt Vermutungen durch belastbare Erkenntnisse und hilft dabei, Prioritäten auf Basis echter Kaufabsichten zu setzen.

So führst du Account-Based Marketing im Mittelstand erfolgreich ein

Die gute Nachricht vorweg: Für einen erfolgreichen Einstieg in Account-Based Marketing benötigst du weder ein riesiges Marketingteam noch ein sechsstelliges Budget. Viel wichtiger sind eine klare Strategie, die richtigen Prozesse und die Bereitschaft, Marketing und Vertrieb enger zusammenzuführen.

In meiner Arbeit mit mittelständischen Unternehmen sehe ich häufig denselben Fehler: Es wird zuerst nach der passenden Software gesucht. Tatsächlich steht die Technologie jedoch erst an vierter oder fünfter Stelle.

Ein erfolgreiches ABM-Projekt beginnt mit einer einfachen Frage:

Welche Unternehmen möchten wir in den nächsten 12 bis 24 Monaten unbedingt als Kunden gewinnen?

Diese sogenannten Target Accounts werden nicht zufällig ausgewählt. Vielmehr werden Kriterien definiert wie:

  • Unternehmensgröße
  • Branche
  • Umsatzpotenzial
  • Digitalisierungsgrad
  • regionale Ausrichtung
  • Investitionswahrscheinlichkeit
  • strategische Passung

Genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen klassischer Leadgenerierung und Strategische Zielkunden Auswahl. Nicht möglichst viele Kontakte stehen im Mittelpunkt, sondern die Unternehmen mit dem höchsten Potenzial für eine langfristige Zusammenarbeit.


Die fünf Phasen einer erfolgreichen ABM-Strategie

Phase 1: Zielkunden identifizieren

Im ersten Schritt entsteht ein sogenanntes Ideal Customer Profile (ICP).

Dabei werden Fragen beantwortet wie:

  • Welche Unternehmen profitieren am stärksten von unserem Angebot?
  • Welche Herausforderungen lösen wir besonders gut?
  • Wo erzielen wir die höchste Profitabilität?
  • Welche Kunden bleiben langfristig treu?

Je präziser dieses Profil definiert wird, desto effizienter arbeitet später das gesamte Marketing.


Phase 2: Buying Center verstehen

Im B2B entscheidet heute kaum noch eine einzelne Person.

Oft sind sechs bis zehn Personen an einer Investitionsentscheidung beteiligt.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Geschäftsführung
  • Fachabteilung
  • Einkauf
  • IT
  • Controlling
  • externe Berater

Jede dieser Personen besitzt andere Ziele.

Deshalb entwickelt ABM für jede Rolle passende Inhalte.

Genau hier entfaltet Buying Center Analyse ihren größten Mehrwert.


Phase 3: Relevanten Content entwickeln

Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit des Marketings.

Der Content orientiert sich nicht mehr an Produkten.

Sondern an Problemen.

Anstatt über Funktionen zu sprechen, beantworten erfolgreiche Unternehmen Fragen wie:

  • Wie senken wir Kosten?
  • Wie reduzieren wir Risiken?
  • Wie steigern wir Produktivität?
  • Wie gewinnen wir Fachkräfte?
  • Wie beschleunigen wir Prozesse?

Aus meiner Sicht ist genau dieser Perspektivwechsel einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren modernen B2B-Marketings.

Menschen kaufen keine Produkte.

Sie kaufen Lösungen.


Phase 4: Marketing und Vertrieb orchestrieren

Jetzt greifen sämtliche Maßnahmen ineinander.

Beispielsweise:

  • personalisierte LinkedIn-Kampagnen
  • individuelle Landingpages
  • Executive-Webinare
  • persönliche Einladungen
  • E-Mail-Sequenzen
  • Retargeting
  • telefonische Kontaktaufnahme

Jeder Touchpoint baut auf dem vorherigen auf.

Dadurch entsteht ein konsistentes Kauferlebnis.

Dieses strukturierte Vorgehen macht B2B Kaufentscheidungen beschleunigen erst möglich.


Phase 5: Kontinuierliche Optimierung

ABM ist kein einmaliges Projekt.

Es ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess.

Nach jeder Kampagne werden Daten ausgewertet:

  • Welche Accounts reagieren?
  • Welche Inhalte funktionieren?
  • Wo entstehen Kaufabsichten?
  • Welche Branchen entwickeln sich besonders gut?

Je mehr Daten gesammelt werden, desto präziser werden zukünftige Kampagnen.


Warum ABM den Sales-Zyklus um bis zu 30 % verkürzen kann

Immer wieder werde ich gefragt, woher diese Größenordnung stammt.

Die Antwort liegt nicht in einem einzelnen Faktor, sondern im Zusammenspiel mehrerer Effekte.

Unternehmen sparen Zeit, weil:

  • weniger unqualifizierte Leads bearbeitet werden
  • Entscheider früher erreicht werden
  • Inhalte relevanter sind
  • Vertrauen schneller entsteht
  • Marketing und Vertrieb abgestimmt arbeiten
  • unnötige Schleifen im Verkaufsprozess entfallen

Studien internationaler Marktforschungs- und Beratungsunternehmen zeigen regelmäßig, dass Unternehmen mit einer ausgereiften ABM-Strategie häufig eine höhere Abschlussquote, größere Deal-Volumina und kürzere Vertriebszyklen erzielen. Je nach Branche und Reifegrad werden Verkürzungen des Sales-Zyklus von bis zu 30 % berichtet. Gleichzeitig steigt oft der Return on Marketing Investment, weil Budgets gezielter eingesetzt werden.

Natürlich ist das kein Garantiewert. Entscheidend sind die Qualität der Umsetzung, die interne Zusammenarbeit und die Passgenauigkeit der Zielkundenstrategie. Richtig umgesetzt kann ABM jedoch einen messbaren Wettbewerbsvorteil schaffen.


Die wichtigsten KPIs im Account-Based Marketing

Viele Unternehmen messen noch immer ausschließlich die Anzahl neuer Leads.

Für ABM sind jedoch andere Kennzahlen entscheidend.

Dazu gehören unter anderem:

  • Engagement der Zielunternehmen
  • Anzahl aktiver Buying-Center-Kontakte
  • Pipeline-Wert je Target Account
  • durchschnittliche Sales-Dauer
  • Conversion Rate je Account
  • Customer Lifetime Value
  • Upselling-Potenzial
  • Abschlussquote
  • durchschnittlicher Auftragswert
  • Marketing-ROI

Gerade Account Based Marketing KPIs liefern wesentlich aussagekräftigere Erkenntnisse als reine Leadzahlen und helfen dabei, Marketing und Vertrieb auf gemeinsame Geschäftsziele auszurichten.


Typische Fehler beim Einstieg in ABM

In den vergangenen Jahren habe ich immer wieder dieselben Stolpersteine beobachtet.

Fehler 1: Zu viele Zielkunden

ABM funktioniert nicht mit 5.000 Accounts.

Starte lieber mit 20 bis 50 strategisch wichtigen Unternehmen.


Fehler 2: Fehlende Zusammenarbeit

Marketing allein kann ABM nicht erfolgreich umsetzen.

Ebenso wenig der Vertrieb.

Erfolg entsteht erst durch gemeinsame Planung.


Fehler 3: Zu wenig Personalisierung

Viele Unternehmen nennen eine Kampagne „ABM“, obwohl lediglich der Firmenname in einer E-Mail ersetzt wurde.

Das reicht heute längst nicht mehr.


Fehler 4: Fokus auf Software

Technologie unterstützt Prozesse.

Sie ersetzt sie nicht.


Fehler 5: Ungeduld

ABM ist kein Sprint.

Die größten Erfolge entstehen über Monate hinweg, wenn Beziehungen systematisch aufgebaut und gepflegt werden.


Mein Fazit aus über 20 Jahren Vertrieb und Marketing

Wenn ich auf mehr als zwei Jahrzehnte im B2B-Marketing und Vertrieb zurückblicke, hat sich eines grundlegend verändert: Früher galt die Größe der Leadliste als wichtigster Erfolgsindikator. Heute zählt vor allem die Qualität der Beziehungen.

Unternehmen, die weiterhin ausschließlich auf möglichst viele Kontakte setzen, investieren häufig erhebliche Ressourcen in Interessenten, die nie zu Kunden werden. Erfolgreiche Unternehmen gehen einen anderen Weg. Sie konzentrieren sich auf die richtigen Accounts, verstehen deren Herausforderungen und entwickeln Inhalte, die echten Mehrwert schaffen.

Genau das ist der Kern von Account-Based Marketing.

ABM ersetzt den Gießkannenansatz durch Präzision. Es verbindet Marketing und Vertrieb zu einer gemeinsamen Wachstumsstrategie und schafft eine konsistente Customer Journey über alle Kontaktpunkte hinweg. Das Ergebnis sind nicht nur effizientere Prozesse, sondern häufig auch kürzere Vertriebszyklen, höhere Abschlussquoten und nachhaltigere Kundenbeziehungen.

Für den Mittelstand im DACH-Raum ist dies aus meiner Sicht keine kurzfristige Marketingmode, sondern eine strategische Weiterentwicklung. Gerade in Märkten mit komplexen Kaufentscheidungen und langen Entscheidungsprozessen entscheidet nicht die größte Reichweite über den Erfolg, sondern die höchste Relevanz.

Wer heute beginnt, seine wichtigsten Zielkunden konsequent in den Mittelpunkt zu stellen, legt den Grundstein für planbares Wachstum – und entwickelt aus einer einfachen Leadliste eine belastbare Kundenbeziehung.


Über den Autor

Dragan Mestrovic ist Inbound-Marketing-Experte und Managing Director von inBlurbs. Er unterstützt B2B-Unternehmen dabei, planbar qualifizierte Kundenanfragen zu generieren – ganz ohne Kaltakquise. Mit datengetriebenen Strategien, hochwertigem Content und effektiven Conversion-Prozessen hilft er seinen Kunden, online die richtigen Interessenten zu gewinnen und nachhaltig in zahlende Kunden zu verwandeln.


Weiterführende Ressourcen:

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