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Schlagwort: strategisches Account Targeting

Veröffentlicht am 17. September 202617. September 2026

ABM ohne Budget: Wie kleine KMU mit fokussiertem Targeting gegen Große gewinnen

Große Unternehmen haben mehr Budget, größere Vertriebsteams, mehr Reichweite und häufig auch eine deutlich höhere Markenbekanntheit. Auf den ersten Blick scheint ein kleineres B2B-KMU deshalb kaum eine Chance zu haben, bei attraktiven Zielkunden gegen einen Konzern anzutreten.

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Meine Erfahrung aus mehr als 20 Jahren Vertrieb und Marketing zeigt allerdings etwas anderes:

Kleine Unternehmen müssen nicht größer wirken als ihre Wettbewerber. Sie müssen relevanter sein.

Genau hier setzt Account-Based Marketing, kurz ABM, an.

ABM bedeutet nicht automatisch teure Software, riesige Datenbanken oder komplexe Kampagnen. Im Kern geht es um eine einfache Frage:

Welche wenigen Unternehmen wollen wir wirklich gewinnen – und was können wir tun, damit genau diese Unternehmen uns als relevanten Anbieter wahrnehmen?

Für DACH-KMU kann diese Fokussierung sogar ein strategischer Vorteil sein.


Warum „mehr Reichweite“ nicht automatisch mehr Kunden bedeutet

Viele kleinere Unternehmen versuchen zunächst, mit den Großen mitzuhalten.

Mehr Blogartikel.
Mehr LinkedIn-Posts.
Mehr Anzeigen.
Mehr Newsletter.
Mehr Leads.

Das Problem: Mehr Aktivität bedeutet nicht automatisch mehr relevante Gespräche.

B2B-Kaufprozesse haben sich deutlich verändert. Eine Gartner-Befragung aus 2025/2026 zeigt, dass Käufer zunehmend digitale und KI-gestützte Informationsquellen nutzen. 45 % der befragten B2B-Käufer gaben an, GenAI bei einem aktuellen Kaufprozess genutzt zu haben. Gleichzeitig bevorzugten 67 % eine Erfahrung ohne Vertriebsmitarbeiter.

Auch die 2025er Buyer-Experience-Studie von 6sense zeigt, wie früh Entscheidungen entstehen: 94 % der Buying Groups hatten ihre bevorzugten Anbieter bereits vor dem ersten Kontakt mit einem Verkäufer in eine Reihenfolge gebracht.

Das bedeutet für KMU:

Wer erst aktiv wird, wenn der Interessent bereits eine Shortlist erstellt hat, kommt möglicherweise zu spät.

Genau deshalb ist fokussiertes B2B Targeting so wichtig.


ABM bedeutet nicht: 1.000 Unternehmen gleichzeitig bearbeiten

Ein häufiger Denkfehler lautet:

„Wenn wir ABM machen, müssen wir hunderte Unternehmen individuell ansprechen.“

Nein.

Gerade für kleinere Unternehmen kann das Gegenteil sinnvoll sein.

Statt beispielsweise 1.000 Unternehmen oberflächlich anzusprechen, könnte ein KMU zunächst 20 bis 50 strategisch relevante Accounts auswählen.

Das ist gezieltes Account Targeting.

Dabei geht es nicht nur um Unternehmensgröße oder Branche. Entscheidend ist die Kombination aus:

  • strategischem Fit,
  • Umsatzpotenzial,
  • konkretem Problem,
  • Kaufwahrscheinlichkeit,
  • Erreichbarkeit,
  • bestehender Beziehung,
  • Timing,
  • und eigener Differenzierung.

Ein Unternehmen mit 5.000 Mitarbeitern ist nicht automatisch ein besserer Zielkunde als eines mit 250 Mitarbeitern.

Wenn das kleinere Unternehmen ein Problem hat, das du besonders gut lösen kannst, kann es strategisch deutlich interessanter sein.


Die wichtigste Ressource ist nicht dein Budget – sondern dein Fokus

Ich erlebe bei KMU immer wieder denselben Engpass:

Nicht fehlende Ideen.

Nicht fehlende Kompetenz.

Sondern fehlende Konzentration.

Marketing versucht gleichzeitig:

  • neue Leads zu gewinnen,
  • bestehende Kunden zu entwickeln,
  • LinkedIn aufzubauen,
  • SEO zu betreiben,
  • neue Inhalte zu produzieren,
  • Kampagnen zu starten,
  • und den Vertrieb zu unterstützen.

Das Ergebnis ist häufig eine große Menge an Aktivitäten – aber wenig Wirkung bei den wirklich wichtigen Accounts.

ABM dreht diese Logik um.

Du fragst nicht:

„Wie erreichen wir möglichst viele Menschen?“

Sondern:

„Welche Unternehmen wollen wir gewinnen – und welche Informationen brauchen deren Entscheider, um uns als relevante Option wahrzunehmen?“

Das ist ein fundamentaler Unterschied.


Schritt 1: Erstelle eine kleine, aber hochwertige Target-Account-Liste

Der erste Schritt ist eine präzise Account Auswahl.

Für ein KMU würde ich nicht mit einem riesigen Zielmarkt beginnen.

Starte beispielsweise mit 20 Wunschkunden.

Bewerte diese Unternehmen anhand von fünf Kriterien:

KriteriumFrage
FitPasst das Unternehmen ideal zu unserem Angebot?
PotenzialIst wirtschaftlich ausreichend Potenzial vorhanden?
ProblemGibt es ein konkretes Problem, das wir lösen können?
TimingGibt es Anzeichen für aktuellen Veränderungsbedarf?
ZugangKönnen wir relevante Personen erreichen?

Daraus entsteht eine priorisierte Account-Liste.

Wichtig: Die Liste sollte nicht statisch sein.

Wenn ein Unternehmen beispielsweise gerade expandiert, eine neue Geschäftsführung bekommt, neue Märkte erschließt oder seine digitale Infrastruktur verändert, kann sich dessen Priorität erhöhen.

Das ist datengetriebenes Account Marketing.


Schritt 2: Nicht Unternehmen targetieren – Menschen verstehen

ABM richtet sich zwar auf Accounts, aber letztlich kaufen Menschen.

Innerhalb eines Zielunternehmens können beispielsweise folgende Rollen relevant sein:

  • Geschäftsführer
  • CEO
  • Vertriebsleiter
  • Marketingleiter
  • Einkaufsleiter
  • Digitalverantwortlicher
  • Fachbereichsleiter
  • CFO

Diese Personen haben unterschiedliche Perspektiven.

Der Geschäftsführer fragt:

„Welchen geschäftlichen Effekt bringt das?“

Der Vertriebsleiter fragt:

„Wie hilft mir das bei meiner Pipeline?“

Marketing fragt:

„Wie bekommen wir qualifizierte Nachfrage?“

Der Einkauf fragt:

„Warum sollten wir diesen Anbieter auswählen?“

Deshalb funktioniert generischer Content nur begrenzt.

ABM verlangt personalisierte B2B Ansprache – aber nicht zwingend individuelle Inhalte für jede einzelne Person.

Es reicht häufig, Themen, Botschaften und Argumentationen konsequent auf die jeweiligen Rollen auszurichten.


Schritt 3: Nutze öffentlich verfügbare Signale

Kleine Unternehmen haben selten Zugriff auf die Datenmengen großer Konzerne.

Das bedeutet aber nicht, dass sie blind arbeiten müssen.

Viele relevante Informationen sind öffentlich verfügbar:

  • Unternehmenswebsite
  • LinkedIn
  • Pressemitteilungen
  • Stellenanzeigen
  • Geschäftsberichte
  • Fachartikel
  • Interviews
  • Podcast-Auftritte
  • Messeauftritte
  • neue Produkte
  • Expansionen
  • Veränderungen im Management

Daraus lassen sich sogenannte Buying Signals ableiten.

Beispiel:

Ein Unternehmen sucht plötzlich fünf Vertriebsmitarbeiter.

Das könnte auf Wachstum hindeuten.

Ein anderes Unternehmen eröffnet einen neuen Standort.

Das kann ein Signal für Expansion sein.

Ein Unternehmen investiert massiv in Digitalisierung.

Das könnte auf neue Anforderungen an Prozesse, Systeme oder Marketing hindeuten.

Wichtig ist allerdings: Ein Signal ist noch kein Kaufinteresse.

Es ist lediglich ein Anlass für eine relevantere Hypothese.


Schritt 4: Content für Accounts statt Content für alle

Hier liegt einer der größten Hebel für KMU.

Viele Unternehmen produzieren Inhalte nach dem Prinzip:

„Was können wir heute veröffentlichen?“

ABM fragt dagegen:

„Welches Problem unserer Zielaccounts können wir heute besser erklären?“

Das verändert die Content-Strategie.

Angenommen, du möchtest mittelständische Maschinenbauer gewinnen.

Dann ist ein allgemeiner Artikel über „Digitalisierung im Mittelstand“ wahrscheinlich wenig spezifisch.

Interessanter wäre:

„5 digitale Vertriebsbarrieren, die Maschinenbauer beim internationalen Wachstum ausbremsen“

Noch besser wird es, wenn du daraus mehrere Inhalte entwickelst:

  • LinkedIn-Beitrag
  • Fachartikel
  • Checkliste
  • Case Study
  • Webinar
  • Benchmark
  • persönliche Nachricht

So entsteht eine ABM Content Strategie, die nicht auf maximale Reichweite, sondern auf maximale Relevanz ausgelegt ist.


Schritt 5: LinkedIn als kostengünstigen ABM-Kanal nutzen

Gerade für DACH-KMU bietet LinkedIn einen interessanten Vorteil:

Du kannst relevante Unternehmen und deren Entscheider identifizieren, ohne dafür zwingend ein großes Media-Budget einzusetzen.

Das bedeutet nicht, dass du sofort jedem Zielkunden eine Verkaufsnachricht schicken solltest.

Im Gegenteil.

Ich halte aggressive Kaltakquise auf LinkedIn für einen der häufigsten Fehler bei ABM.

Stattdessen würde ich einen mehrstufigen Ansatz nutzen:

1. Beobachten

Welche Themen beschäftigen den Zielkunden?

2. Interagieren

Sinnvolle Kommentare und fachliche Beiträge statt belangloser Likes.

3. Sichtbar werden

Eigene Inhalte zu den relevanten Problemen veröffentlichen.

4. Vertrauen aufbauen

Kompetenz zeigen, bevor ein Verkaufsgespräch entsteht.

5. Gespräch eröffnen

Erst wenn ein sinnvoller Kontext vorhanden ist.

Das entspricht zunehmend auch dem Verhalten moderner B2B-Käufer.

Laut Gartner bevorzugten 2026 67 % der befragten B2B-Käufer eine vertriebsfreie Erfahrung. Gleichzeitig bleiben Vertriebsmitarbeiter relevant, wenn Käufer Kontext, Validierung oder Entscheidungshilfe benötigen.

Das spricht nicht gegen Vertrieb.

Es spricht gegen irrelevanten Vertrieb.


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Schritt 6: Personalisierung ohne manuellen Overkill

Ein weiterer Mythos:

„ABM bedeutet, für jeden Kunden komplett individuellen Content zu produzieren.“

Das wäre für viele KMU schlicht nicht skalierbar.

Besser ist ein skalierbares Account Based Marketing.

Du kannst beispielsweise drei Branchencluster bilden:

  • Maschinenbau
  • IT-Dienstleister
  • industrielle Zulieferer

Und innerhalb dieser Cluster wiederum drei Buyer Personas:

  • Geschäftsführung
  • Vertrieb
  • Marketing

Damit kannst du bereits einen großen Teil deiner Kommunikation personalisieren, ohne jedes Mal bei null anzufangen.

KI kann hierbei helfen.

Sie kann beispielsweise öffentliche Unternehmensinformationen strukturieren, Themen clustern, Content-Ideen entwickeln oder bestehende Inhalte auf bestimmte Zielgruppen zuschneiden.

Die strategische Entscheidung sollte aber beim Menschen bleiben:

Welcher Account ist relevant? Warum? Und welches Problem wollen wir lösen?


Schritt 7: Marketing und Vertrieb auf dieselben Accounts ausrichten

ABM funktioniert schlecht, wenn Marketing 500 Leads generiert und Vertrieb völlig andere Unternehmen verfolgt.

Deshalb brauchen KMU ein gemeinsames Account-Set.

Marketing und Vertrieb sollten sich beispielsweise monatlich auf folgende Fragen verständigen:

  • Welche Accounts sind aktuell Priorität?
  • Welche Accounts zeigen Aktivität?
  • Welche Personen sind relevant?
  • Welche Inhalte funktionieren?
  • Wo gibt es konkrete Gespräche?
  • Welche Accounts werden zurückgestuft?
  • Welche neuen Signale gibt es?

Das ist Marketing Vertrieb Alignment auf Account-Ebene.

Und genau hier liegt meiner Erfahrung nach einer der größten Vorteile von ABM.

Nicht Marketing arbeitet gegen Vertrieb.

Nicht Vertrieb arbeitet gegen Marketing.

Beide arbeiten auf dieselben Wunschkunden hin.


ABM ohne Budget: Was wirklich kostenlos ist – und was nicht

„Ohne Budget“ bedeutet nicht, dass ABM keinerlei Ressourcen benötigt.

Du bezahlst immer mit einer Ressource:

Zeit.

Deshalb sollte ein KMU seine vorhandenen Ressourcen möglichst intelligent einsetzen.

Ein schlanker ABM-Stack kann zunächst aus folgenden Dingen bestehen:

  • CRM
  • LinkedIn
  • Unternehmenswebsites
  • Google
  • Tabellen oder einfache Datenbanken
  • vorhandenen Kundeninformationen
  • eigenen Fachinhalten
  • KI für Recherche und Content-Unterstützung

Später können spezialisierte Tools für Intent Data, Account Intelligence oder Marketing Automation hinzukommen.

Aber sie sind nicht die Voraussetzung für den Start.

Der größte Fehler wäre, zuerst Software zu kaufen und erst danach zu überlegen, welche Accounts man eigentlich gewinnen möchte.


Die 30-Account-Methode für DACH-KMU

Wenn ich heute ein kleineres B2B-Unternehmen bei der Einführung von ABM begleiten würde, würde ich mit einem überschaubaren Test starten.

Woche 1: 30 Accounts identifizieren

Nicht 300.

Nicht 3.000.

  1.  

Woche 2: Accounts priorisieren

A-, B- und C-Priorität anhand von Fit, Potenzial und Signalen.

Woche 3: Buying Center definieren

Pro Account drei bis fünf relevante Personen identifizieren.

Woche 4: Content-Lücken analysieren

Welche Fragen stellen diese Personen?

Welche Einwände haben sie?

Welche Informationen fehlen ihnen?

Woche 5–8: Sichtbarkeit und Interaktion

Content, LinkedIn, Fachbeiträge, Kommentare, persönliche Kontakte.

Danach: messen

Nicht nur Likes.

Sondern:

  • relevante Account-Besuche,
  • Interaktionen von Zielaccounts,
  • neue Kontakte,
  • Gespräche,
  • Opportunities,
  • Pipeline,
  • Umsatz.

Das ist ABM für kleine Unternehmen, das tatsächlich steuerbar wird.


Welche KPIs bei ABM wirklich zählen

Eine hohe Reichweite kann beeindruckend aussehen.

Für ABM ist sie jedoch nicht zwangsläufig entscheidend.

Interessanter sind beispielsweise:

Target-Account Engagement

Wie viele priorisierte Accounts interagieren mit unseren Inhalten?

Buying-Center-Abdeckung

Wie viele relevante Personen kennen uns innerhalb eines Zielaccounts?

Account Conversion

Wie viele Zielaccounts entwickeln sich zu qualifizierten Opportunities?

Pipeline pro Account

Welche Pipeline entsteht aus den priorisierten Unternehmen?

Win Rate

Wie viele der qualifizierten Account Opportunities werden gewonnen?

Sales Cycle

Verändert sich die Dauer des Verkaufsprozesses?

Diese Kennzahlen helfen dabei, Marketing nicht nur als Reichweitenmaschine, sondern als Bestandteil der Umsatzstrategie zu betrachten.


Der eigentliche Wettbewerbsvorteil kleiner Unternehmen

Und hier komme ich zu einem Punkt, der mir besonders wichtig ist.

Ein KMU sollte nicht versuchen, den Konzern zu kopieren.

Der Konzern hat möglicherweise:

  • mehr Mitarbeiter,
  • mehr Budget,
  • mehr Tools,
  • mehr Reichweite.

Das KMU kann dagegen häufig mit etwas anderem punkten:

Nähe.

Schnelligkeit.

Fachliche Tiefe.

Direkter Zugang zur Geschäftsführung.

Persönliche Beziehungen.

Branchenerfahrung.

Flexibilität.

Und vor allem:

Relevanz.

Ein großer Anbieter muss viele Märkte bedienen.

Ein spezialisiertes KMU kann sich auf ein konkretes Problem einer klar definierten Zielgruppe konzentrieren.

Genau daraus entsteht B2B Differenzierung durch Fokus.

ABM macht diesen Fokus sichtbar.


Fazit: Nicht größer werden – relevanter werden

ABM ohne großes Budget ist keine Abkürzung und auch kein Marketing-Trick.

Es ist eine andere Denkweise.

Statt möglichst viele Unternehmen zu erreichen, identifizierst du die Unternehmen, die strategisch wirklich interessant sind.

Statt möglichst viele Inhalte zu produzieren, entwickelst du Inhalte für konkrete Probleme.

Statt möglichst viele Leads an den Vertrieb weiterzugeben, konzentrierst du dich auf Accounts mit echtem Potenzial.

Und statt gegen große Unternehmen über Reichweite und Budget anzutreten, konkurrierst du über Relevanz, Expertise und Nähe.

Für ein DACH-KMU kann genau das der entscheidende Unterschied sein.

Denn im B2B gewinnt nicht zwangsläufig der Anbieter mit dem größten Marketingbudget.

Wer bereits vor dem ersten Verkaufsgespräch als relevante Option wahrgenommen wird, startet mit einem erheblichen strategischen Vorteil. Die aktuellen Buyer-Research-Daten von 6sense zeigen entsprechend, dass Kaufentscheidungen häufig schon weit vor dem ersten direkten Verkäuferkontakt vorbereitet werden.

ABM beginnt deshalb nicht mit einer Kampagne.

ABM beginnt mit der Entscheidung:

Welche 20, 30 oder 50 Unternehmen wollen wir wirklich gewinnen?

Und danach mit der konsequenten Frage:

Was müssen diese Unternehmen von uns sehen, verstehen und erleben, damit wir auf ihrer Shortlist landen?


FAQ : ABM ohne Budget für kleine KMU

1. Was bedeutet ABM im B2B-Marketing?

Account-Based Marketing richtet Marketing- und Vertriebsaktivitäten gezielt auf ausgewählte Unternehmen aus. Statt einen möglichst großen Markt gleichzeitig anzusprechen, konzentriert sich ABM auf Accounts mit besonders hoher strategischer Relevanz.

2. Funktioniert ABM auch für kleine Unternehmen?

Ja. Gerade kleinere Unternehmen können von der Fokussierung profitieren, weil sie ihre begrenzten Marketing- und Vertriebsressourcen auf wenige hochwertige Zielkunden konzentrieren können.

3. Wie viele Accounts sollte ein KMU auswählen?

Für einen ersten ABM-Pilot können beispielsweise 20 bis 30 Accounts sinnvoll sein. Entscheidend ist weniger die absolute Zahl als die Fähigkeit, diese Accounts tatsächlich systematisch zu bearbeiten.

4. Braucht ABM teure Software?

Nein. Ein KMU kann mit CRM, LinkedIn, öffentlichen Unternehmensinformationen, eigenen Inhalten und einfachen Analysewerkzeugen beginnen. Spezialisierte ABM-Software kann später ergänzt werden.

5. Wie findet man passende Target Accounts?

Geeignete Kriterien sind unter anderem Branche, Unternehmensgröße, Umsatzpotenzial, strategischer Fit, bestehende Probleme, Wachstumssignale und Zugang zu relevanten Entscheidern.

6. Welche Rolle spielt LinkedIn bei ABM?

LinkedIn eignet sich insbesondere zur Identifikation relevanter Personen, zum Aufbau fachlicher Sichtbarkeit und für gezielte Interaktionen mit Personen aus priorisierten Accounts.

7. Ist ABM eine Form von Kaltakquise?

ABM kann auch direkte Ansprache beinhalten. Der strategische Kern liegt jedoch in der Relevanz und Vorbereitung der Kommunikation. Ziel ist nicht möglichst viel Outreach, sondern eine sinnvolle Interaktion mit relevanten Accounts.

8. Welche Inhalte funktionieren bei ABM?

Besonders geeignet sind Inhalte, die konkrete Probleme der Zielaccounts adressieren: Fachartikel, Case Studies, Checklisten, Benchmarks, Studien, Webinare und praxisorientierte Entscheidungshilfen.

9. Welche ABM-KPIs sollte ein KMU messen?

Neben Pipeline und Umsatz sind Account Engagement, Buying-Center-Abdeckung, qualifizierte Opportunities, Conversion Rates, Win Rate und Sales Cycle wichtige Kennzahlen.

10. Was ist der größte ABM-Fehler kleiner Unternehmen?

Der häufigste Fehler ist, ABM lediglich als neue Outreach-Methode zu betrachten. Erfolgreiches ABM beginnt vielmehr mit einer klaren Account-Auswahl, relevanten Buying Signals, passenden Inhalten und einer engen Zusammenarbeit von Marketing und Vertrieb.


Autoren Bio

Dragan Mestrovic ist Inbound-Marketing-Experte und Managing Director von inBlurbs. Er unterstützt B2B-Unternehmen dabei, planbar qualifizierte Kundenanfragen zu generieren – ganz ohne Kaltakquise. Mit datengetriebenen Strategien, hochwertigem Content und effektiven Conversion-Prozessen hilft er seinen Kunden, online die richtigen Interessenten zu gewinnen und nachhaltig in zahlende Kunden zu verwandeln.


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